ERP
Enterprise Resource Planning
Umfassendes Informationssystem für das Management von Unternehmensressourcen — Finanzen, Lagerbestände, Fertigung, Personal und Vertrieb in einer integrierten Plattform.
Was ist ERP?
ERP (Enterprise Resource Planning) ist ein integriertes Unternehmens-Informationssystem, das in einer einzigen Datenschicht die wichtigsten Unternehmensprozesse verbindet: Buchhaltung, Finanzen, Lager, Einkauf, Vertrieb, Fertigung, HR und Projektmanagement. Anstatt mit isolierten Excel-Tabellen oder Dutzenden verschiedener Anwendungen arbeitet die gesamte Organisation über eine gemeinsame Datensatzdatenbank — Kunde, Ware, Bestellung und Rechnung existieren nur einmal.
Im deutschen B2B-Umfeld wird ERP in Unternehmen ab ca. 10 Mitarbeitern aufwärts eingesetzt — typischerweise in Fertigungsbetrieben, Großhandelsunternehmen, Bauunternehmen, Distributoren und Dienstleistungsorganisationen. Typisches Szenario: Eine aus dem Vertriebsmodul ausgestellte Rechnung reduziert automatisch den Lagerbestand, erzeugt eine Verbindlichkeit in der Buchhaltung und benachrichtigt die Logistik — ohne manuelles Umschreiben.
- Eine Wahrheit über Daten (Single Source of Truth)
- Automatisierung von modulübergreifenden Workflows
- Reporting und Dashboards über Abteilungen hinweg
- Auditierbarkeit von Änderungen (wer hat wann was geändert)
Wann wird es eingesetzt
ERP macht Sinn, wenn ein Unternehmen die Grenze überschritten hat, bei der Excel und isolierte Anwendungen Fehler, Duplikate und späte Entscheidungen verursachen. Häufige Signale: Der Lagerbestand auf dem Papier stimmt nicht mit der Realität überein, die Buchhalterin tippt Rechnungen aus dem Onlineshop manuell ab, der Geschäftsführer kennt den echten Cashflow für morgen nicht.
Siehe Modul Buchhaltung, Modul Lager und Branchen, für die ERP am besten geeignet ist.
Verwandte Begriffe
- CRM — Modul für das Kundenbeziehungsmanagement, typischerweise Teil des ERP oder eng integriert. Siehe /de/glossar/crm.
- MRP — Materialbedarfsplanung für die Fertigung. Siehe /de/glossar/mrp.
- WMS — spezialisiertes Lagerverwaltungssystem. Siehe /de/glossar/wms.
- SaaS — Bereitstellung von ERP als Cloud-Dienst. Siehe /de/glossar/saas.
In Modulario
Modulario ist eine modulare ERP/CRM-Plattform — statt eines schweren Gesamtsystems stellt sich ein Unternehmen nur die Module zusammen, die es aktuell benötigt (Fakturierung, Lager, CRM, Anwesenheit, Fertigung). Daten werden modulübergreifend geteilt, der Nutzer hat eine einzige Anmeldung und ein einziges Audit-Log. Details zur Architektur finden Sie auf der Seite /api.
Die ERP-Implementierung in Modulario erfolgt iterativ — ein Unternehmen startet mit 2–3 Modulen, prüft den Workflow und fügt schrittweise weitere hinzu. Die Datenmigration aus bestehenden Systemen (DATEV, SAP, Lexware, Sage) wird durch Importvorlagen und ein Partnernetzwerk von Implementierungsberatern unterstützt.
Verwandte Begriffe
CRM
System für das Kundenbeziehungsmanagement — einheitliche Erfassung von Kontakten, Kommunikation, Verkaufsvorgängen und Verkaufshistorie.
MRP
Materialbedarfsplanung — Berechnung, was, wann und in welcher Menge bestellt oder gefertigt werden muss, um geplante Aufträge zu erfüllen.
WMS
System für die Lagersteuerung — Wareneingang, Einlagerung, Kommissionierung, Versand, Inventuren und Nachverfolgung von Bewegungen auf Standort- und Chargenebene.
MES
System für die Echtzeit-Steuerung und -Überwachung der Fertigung auf Werkstattebene — wer, was, an welcher Maschine und mit welchem Ergebnis gerade arbeitet.
SaaS
Modell der Softwarebereitstellung, bei dem der Kunde weder eine Lizenz noch einen Server kauft, sondern eine periodische Gebühr für den Zugang zu einem Cloud-Dienst zahlt.
Verwandte Modulario-Module
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