SaaS
Software as a Service
Modell der Softwarebereitstellung, bei dem der Kunde weder eine Lizenz noch einen Server kauft, sondern eine periodische Gebühr für den Zugang zu einem Cloud-Dienst zahlt.
Was ist SaaS?
SaaS (Software as a Service) ist ein Modell der Softwarebereitstellung, bei dem der Kunde weder eine Lizenz kauft noch einen eigenen Server betreibt, sondern eine periodische Gebühr (typischerweise monatlich oder jährlich) für den Zugang zu einem Cloud-Dienst zahlt, der in der Infrastruktur des Anbieters läuft. Der Zugriff erfolgt über einen Webbrowser oder eine API, ohne Installation.
Vergleich der drei Cloud-Modelle:
- SaaS — fertige Software zur Nutzung (Modulario, Gmail, Salesforce)
- PaaS — Plattform für die Entwicklung (AWS Elastic Beanstalk, Heroku)
- IaaS — reine Infrastruktur (AWS EC2, Azure VM)
Vorteile von SaaS für ein deutsches B2B-Unternehmen gegenüber On-Premise-Software:
- Niedrigere Anschaffungskosten — keine Investition in Server, Lizenzen, IT-Team
- Automatische Updates — immer die neueste Version
- Skalierbarkeit — Sie zahlen genau für das, was Sie verwenden (Anzahl der Nutzer, Datenvolumen)
- Verfügbarkeit von überall — Büro, Homeoffice, beim Kunden
- Vom Anbieter verwaltete Sicherheit — der SaaS-Anbieter kümmert sich um Patches, Backups, DDoS-Schutz
Typische SaaS-Preismodelle:
- Per-User (Per-Seat) — z. B. 20 €/Monat/Nutzer
- Per-Usage — z. B. nach API-Aufrufen, verarbeiteten Dokumenten
- Tier-basiert — Pakete (Starter / Pro / Enterprise) mit unterschiedlichen Limits
- Freemium — Basisplan kostenlos, kostenpflichtige Erweiterungen
Wann wird es eingesetzt
SaaS ist heute das dominierende Modell für die meisten B2B-Software-Kategorien — ERP, CRM, Buchhaltung, HR, Kommunikation. Die Alternative (On-Premise) ist nur bei sehr spezifischen regulatorischen Anforderungen sinnvoll.
Siehe /de/module und Seite Datenschutz.
Verwandte Begriffe
- API — Standardschnittstelle jedes SaaS. Siehe /de/glossar/api.
- Churn rate — Schlüsselkennzahl des SaaS-Geschäfts. Siehe /de/glossar/churn-rate.
- CLV — finanzieller Wert eines SaaS-Kunden. Siehe /de/glossar/clv.
- Low-code — moderner Trend bei SaaS-Plattformen. Siehe /de/glossar/low-code.
In Modulario
Modulario ist eine native SaaS-Plattform — in der EU gehostet, Per-User-Preisgestaltung, automatische Updates ohne Unterbrechung. Details zu Preisgestaltung, SLA und Infrastruktur finden Sie auf /bezpecnost.
Modulario hostet in der EU (primäres Rechenzentrum in Dublin, Backup in Frankfurt) — mit 99,9 % SLA, RPO 15 Minuten und RTO 4 Stunden. Der Kunde hat kontinuierlichen Zugriff auf seine Daten über API und Export, so dass der Lock-in minimiert wird — bei Kündigung des Dienstes erhält er ein vollständiges Datenpaket.
Verwandte Begriffe
API
Schnittstelle, über die verschiedene Softwaresysteme miteinander kommunizieren — im B2B-SaaS typischerweise REST API oder GraphQL über HTTPS.
Webhook
Umgekehrte Kommunikationsrichtung gegenüber einer klassischen API — das System sendet selbst einen HTTP POST an eine Ziel-URL, wenn ein Ereignis eintritt.
Low-code
Ansatz zur Anwendungsentwicklung, bei dem der Großteil der Logik visuell (Drag-and-Drop) statt durch Code konfiguriert wird — schnellere Entwicklung ohne ein Heer an Programmierern.
CLV
Der gesamte Nettoumsatz, den ein Unternehmen von einem durchschnittlichen Kunden über die gesamte Dauer der Geschäftsbeziehung erwartet.
Churn rate
Prozentsatz der Kunden, die in einem bestimmten Zeitraum einen Dienst nicht mehr genutzt haben — eine Schlüsselkennzahl für SaaS- und Abonnementmodelle.
Verwandte Modulario-Module
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