O2C
Order-to-Cash
Prozess von der Entgegennahme einer Kundenbestellung über Fakturierung und Lieferung bis zur Gutschrift der Zahlung auf dem Unternehmenskonto.
Was ist O2C?
O2C (Order-to-Cash) ist ein End-to-End-Prozess auf der Vertriebsseite — das Spiegelbild von P2P. Er deckt alle Schritte von der Entgegennahme einer Kundenbestellung bis zur Gutschrift der Zahlung auf dem Bankkonto ab:
- Auftragsannahme (aus dem Onlineshop, telefonisch, per E-Mail, aus EDI)
- Kreditprüfung des Kunden (Credit Check)
- Auftragsbestätigung und Bestandsreservierung
- Versand und Lieferung
- Fakturierung (einschließlich MwSt.)
- Erfassung der Forderung
- Inkasso und Zahlungsgutschrift
- Bearbeitung von Reklamationen und Gutschriften
Wichtigste KPIs des O2C-Prozesses: DSO (Days Sales Outstanding) — durchschnittliche Anzahl der Tage, bis ein Kunde eine Rechnung bezahlt; Anteil überfälliger Forderungen und Order-to-Delivery Time.
Wann wird er eingesetzt
O2C ist ein täglicher Prozess jedes B2B-Unternehmens. Schwachstellen: ungenaue Fakturierung (muss korrigiert werden), spätes Inkasso (bindet Cashflow) und fehlende Sichtbarkeit für den Vertriebsmitarbeiter (er weiß nicht, wann der Kunde tatsächlich gezahlt hat).
Siehe Modul Fakturierung, Modul Lager und Modul Buchhaltung.
Verwandte Begriffe
- P2P — Spiegelprozess auf der Einkaufsseite. Siehe /de/glossar/p2p.
- e-Invoice — strukturierte Rechnung, die O2C erheblich beschleunigt. Siehe /de/glossar/e-invoice.
- MwSt. — muss bei jedem O2C-Output korrekt berechnet werden. Siehe /de/glossar/dph.
- SEPA — gängiges Zahlungsinstrument in der letzten Phase. Siehe /de/glossar/sepa.
In Modulario
Modulario deckt den O2C-Prozess durch die Verbindung von CRM (Aufträge und Deals), Lager (Reservierung und Versand), Fakturierung (Ausstellung und MwSt.) und Buchhaltung (Zahlungsabgleich aus dem Kontoauszug) ab. Das Dashboard zeigt DSO, überfällige Forderungen und mahnt Kunden automatisch an.
Konkret: Nach Bestätigung eines Auftrags im CRM reserviert das System den Bestand im Lager, generiert eine Proforma-Rechnung und stellt nach dem Versand automatisch die finale Rechnung mit QR-Zahlung aus. Bei unbezahlten Rechnungen wird gemäß der konfigurierten Richtlinie eine Eskalation gestartet (1. Mahnung am 7. Tag nach Fälligkeit, 2. am 14., 3. mit Aufforderung vor gerichtlichem Vorgehen am 30.), wobei der Vertriebsmitarbeiter über Arbeitsabläufe benachrichtigt wird.
Typische O2C-KPIs, die das Management kennen sollte: DSO unter 45 Tagen für B2B, Anteil überfälliger Rechnungen unter 10 % des Forderungsvolumens und Order-to-Delivery unter 3 Tagen bei Standardartikeln. Abweichungen signalisieren ein Problem — typischerweise mit der Kreditpolitik oder der Logistikkapazität.
Verwandte Begriffe
P2P
End-to-End-Prozess von der Bedarfsanforderung über Bestellung, Lieferung und Rechnungseingang bis zur Zahlung an den Lieferanten.
DPH
Indirekte Verbrauchsteuer, die dem Verkaufspreis von Waren und Dienstleistungen hinzugerechnet wird — in Deutschland aktuell 19 % (Regelsatz) und 7 % (ermäßigter Satz).
e-Invoice
Strukturierte elektronische Rechnung im XML/UBL-Format, die automatisch verarbeitet werden kann — ohne manuelle Dateneingabe.
IBAN
International standardisierte Bankkontonummer — in Deutschland 22-stellig, beginnend mit dem Code DE.
SEPA
Einheitlicher Euro-Zahlungsverkehrsraum — Zone aus 36 Ländern, in denen bargeldlose Überweisungen in EUR unter gleichen Bedingungen abgewickelt werden.
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