GDPR
General Data Protection Regulation (EU-Verordnung 2016/679)
EU-Datenschutzverordnung, gültig ab 25. Mai 2018 — definiert Rechte betroffener Personen und Pflichten der Verantwortlichen.
Was ist DSGVO/GDPR?
DSGVO (Datenschutz-Grundverordnung) bzw. GDPR (General Data Protection Regulation), offiziell Verordnung (EU) 2016/679 des Europäischen Parlaments und des Rates, ist eine rechtsverbindliche Verordnung zum Schutz natürlicher Personen bei der Verarbeitung personenbezogener Daten, die in allen EU-Mitgliedstaaten seit 25. Mai 2018 gilt. In Deutschland wird sie durch das Bundesdatenschutzgesetz (BDSG) ergänzt. Die Aufsicht in Deutschland übernehmen die Datenschutzbehörden der Bundesländer (z. B. BayLDA, LfDI Baden-Württemberg) sowie der Bundesbeauftragte für den Datenschutz (BfDI).
Die DSGVO definiert wichtige Rechte der betroffenen Personen:
- Recht auf Auskunft (Art. 15) — was das Unternehmen über mich hat
- Recht auf Berichtigung (Art. 16)
- Recht auf Löschung / Recht auf Vergessenwerden (Art. 17)
- Recht auf Einschränkung der Verarbeitung (Art. 18)
- Recht auf Datenübertragbarkeit (Art. 20)
- Widerspruchsrecht (Art. 21)
Für den Verantwortlichen (jedes Unternehmen, das personenbezogene Daten verarbeitet) ergeben sich Pflichten: Führung eines Verzeichnisses von Verarbeitungstätigkeiten, Datenschutz-Folgenabschätzung (DSFA) bei hohem Risiko, Benennung eines Datenschutzbeauftragten (DSB) bei bestimmten Verarbeitungsumfängen und Meldung von Datenschutzverletzungen innerhalb von 72 Stunden.
Bußgelder gemäß DSGVO können bis zu 20.000.000 € oder 4 % des weltweiten Jahresumsatzes betragen, je nachdem, welcher Betrag höher ist.
Wann gilt sie
Die DSGVO betrifft jedes Unternehmen, das personenbezogene Daten von EU-Bürgern verarbeitet — Mitarbeiter, Kunden, Lieferanten (natürliche Personen), Interessenten vom Web. In ERP-Systemen bedeutet dies eine besondere Handhabung von HR- und CRM-Daten.
Siehe Seite Datenschutz, Modul Dateien und Modul Evidenz.
Verwandte Begriffe
- AI Act — ergänzende Regulierung für KI-Systeme. Siehe /de/glossar/ai-act.
- ISO 27001 — Zertifizierung, die bei der DSGVO-Compliance hilft. Siehe /de/glossar/iso-27001.
- RBAC — technische Implementierung der Zugangsbeschränkung zu personenbezogenen Daten. Siehe /de/glossar/rbac.
In Modulario
Modulario ist vollständig DSGVO-konform — Details zur Datenkarte, zu Unterauftragsverarbeitern und zur Implementierung der Rechte betroffener Personen finden Sie auf der Seite /bezpecnost. Die Module Evidenz und Dateien unterstützen Aufbewahrungsrichtlinien und automatisches Löschen nach Ablauf der Frist.
Modulario stellt Kunden direkt im Registrierungsablauf einen Auftragsverarbeitungsvertrag (AVV) zur Verfügung, eine Liste von Unterauftragsverarbeitern mit Hosting in der EU und automatisierte Tools zur Erfüllung von Betroffenenrechten (Data Subject Requests). Bei Kündigung des Dienstes werden nach Ablauf der Aufbewahrungsfrist die Daten unwiderruflich gelöscht.
Verwandte Begriffe
AI Act
Die erste umfassende EU-Verordnung zur Regulierung der Entwicklung, des Einsatzes und der Nutzung künstlicher Intelligenz — risikobasierter Ansatz mit vier Stufen.
ISO/IEC 27001
Internationaler Standard für ein Informationssicherheits-Managementsystem (ISMS) — Zertifizierung, die die Reife eines Unternehmens in der IT-Sicherheit nachweist.
RBAC
Autorisierungsmodell, bei dem Berechtigungen über Rollen und nicht einzelnen Nutzern zugewiesen werden — einfachere Verwaltung und Auditierbarkeit.
SSO
Authentifizierungsmechanismus, der einem Nutzer ermöglicht, sich einmal anzumelden und Zugang zu mehreren Anwendungen zu erhalten — ohne wiederholte Passworteingabe.
ReBAC
Autorisierungsmodell basierend auf Beziehungen zwischen Objekten — der Zugriff leitet sich davon ab, in welchen Teams und Projekten ein Nutzer ist.
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